Stellungnahme zur "DITIB-AFFÄRE"

Die SCHURA Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein verfolgt die Vorkommnisse rund um die "DITIB - AFFÄRE" in der Bundesrepublik. In der letzten Woche wurden bei Imamen in Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen Razzien durchgeführt. Sie sind wie alle anderen der DITIB von der türkischen Behörde Diyanet gestellt.

Diese Affäre und der Umgang verunsichert viele Muslime in unserem Land. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind schwerwiegend und die Ermittlungen werden zeigen, inwieweit die Anschuldigungen tragbar sind.

"Populistische Meinungsmache und Verleumdungen bringen uns hier nicht weiter", so Fatih Mutlu, Vorsitzender der SCHURA Schleswig-Holstein.

"Muslimische Vereine leisten mit ihren Imamen seit Jahrzehnten wichtige Vereinsarbeit und stehen nun vor dem Pranger. Die Würdigung der bisherigen gesellschaftlichen Arbeit muslimischer Religionsgemeinschaften sehen wir in einem Staatsvertrag, der sie neben der Anerkennung auch in die Pflicht nimmt. So sollte zum Beispiel die Ausbildung von Imamen hier stattfinden. Die Religionsgemeinschaften müssen bei der Erstellung eines Lehrstuhls eingebunden werden und die Verantwortung für die theologischen Inhalte übernehmen. Vorwürfe das die muslimischen Vereine aus dem Ausland gesteuert werden sind für mich ein Schreckensgespenst und gehen an der Realität vorbei. Richtig ist, dass muslimische Vereine auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Damals war man nicht bereit dem nachzugehen. So haben wir heute die verschiedensten Konstellationen in den Gemeinden. Als schleswig-holsteinische Muslime sind wir bereit unseren Rechten und Pflichten nachzugehen. Wir Muslime sind ein fester Bestandteil der Gesellschaft und uns sollte man nicht mit Misstrauen und Argwohn entgegengetreten", so Mutlu abschließend.  

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