Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 13.03.2017 bis zum 26.03.2017 finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Das erste Mal wurden 1994 rund um den 21. März im Jahre durch den Interkulturellen Rat Initiativen und Aktivitäten durchgeführt, um gegen Rassismus aufmerksam zu machen. 1966 ernannte die UN den 21. März zum  »Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung«.  Seit Januar 2016 werden die Aktionen von der Stiftung „Internationale Wochen gegen Rassismus koordiniert.

„Als Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein nehmen wir gerne an diesen Wochen teil und unterstützen unsere Gemeinden bei Aktionen, um auf diese Woche aufmerksam zu machen“ , so Fatih Mutlu Vorsitzender der SCHURA Schleswig-Holstein.

In diesem Jahr gibt es ein Internationales Nachbarschaftsgrillfest in Lübeck, bei der Islamischen Gemeinde Lübeck – Fatih Cami und die Islamische Jugend von Islamischen Zentrum in Rendsburg veranstaltet ein Fußballturnier gegen Rassismus.

„Wir werden unsere Imame bitten das Thema Rassismus in ihren Freitagspredigten einzubauen und den Menschen diese Thematik näher bringen. Zur gesellschaftlichen Teilhabe gehört es an solchen Aktionswochen einzubringen“, so Mutlu weiter.

Im Islam gibt es ein Verbot von Rassismus. So heißt es im Koran, Sure Hudschurat, Vers 13: „O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend, kundig.“

In einer Überlieferung übermittelt von Bayhakî, Schuab al-Îmân, mit der Hadith Nr. 4774 hat der Prophet Muhammed (FsmI) in seiner Abschiedspredigt unter anderem folgendes gesagt: „O ihr Menschen! Euer Herr ist einer. Und euer Vater ist einer. Ihr alle seid die Kinder Adams. Und Adam ist aus Erde. So wie ein Araber keine Überlegenheit über einen Nichtaraber und ein Nichtaraber keine Überlegenheit über einen Araber besitzt, so besitzt auch ein Rothäutiger keine Überlegenheit über einen Schwarzhäutigen und ein Schwarzhäutiger keine Überlegenheit über einen Rothäutigen. Die Überlegenheit liegt nur in der Frömmigkeit zu Gott.“

Abschließend sagte Fatih Mutlu anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus: „Politischer und religiöser Extremismus jeglicher Couleur schadet unserer Gesellschaft. Wir sind verantwortlich innerhalb einer interkulturellen und interreligiösen Gesellschaft gegen Extremisten und Demokratiefeinde vorzugehen. Diesen Menschen muss entscheidend entgegengetreten werden. Gleichzeitig können wir sie aber nicht ausgrenzen, sondern müssen ihnen Wege aufzeigen aus der Sachgasse in der sie sich befinden rauszuhelfen. Die Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt in Schleswig-Holstein soll eben dies bewirken. Sich gemeinsam für eine bessere Gesellschaft und ein friedliches und freundlichen Miteinander einsetzten.  Als SCHURA Schleswig-Holstein werden wir uns diesen schwierigen Thema stellen und versuchen für die Gesellschaft positive Projekte auf die Beine zu stellen.“

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