Ein Opferfest mit Trauer

Das Opferfest der Muslime (ʿĪdu l-Aḍḥā) beginnt am 10. Tag des Monats Ḏū-l-Ḥiǧǧa und dauert vier Tage an. Der Monat Ḏū-l-Ḥiǧǧa ist der letzte Monat des Mondkalenders. Bereits am 9. Ḏū-l-Ḥiǧǧa, am 31.08.2017, einen Tag vor dem Opferfest steigen alle muslimischen Pilger auf den Berg Arafat und bitten Gott um Seine Gnade. Die Begehung des Berges ist ein Pflichtritual und vervollständigt die Hadsch (Ḥaǧǧ). Nach dem Festtagsgebet am Morgen des 01.09.2017 werden Opfertiere in Schlachtereien geschlachtet. Das Fleisch wird zum größten Teil an Bedürftige, Verwandte, Nachbarn und Freunde verteilt.

„Feste zu Begehen ist etwas schönes“, so Fatih Mutlu, Vorsitzender der SCHURA Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein. „Leider können nicht alle das Opferfest so friedlich begehen wie wir. Vor allem in den Krisengebieten des Nahen Ostens herrschen Unsicherheit und Angst. Am schlimmsten ist es jedoch in Myanmar-Arakan, wo die Minderheit der Rohingya aufgrund ihrer Religion misshandelt und getötet werden. Die Menschen müssen ins Benachbarte Bangladesch fliehen. Möge das sinnlose Morden eine Ende haben und allen Menschen Frieden wiederfahren“, sind die abschließenden Worte Mutlus zum Opferfest 2017.

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