Im Dialog mit dem Landtagspräsidenten Klaus Schlie

Am 13.01.2016 empfangen die Islamischen Landesverbände aus Schleswig-Holstein mit ihren Vorständen SCHURA Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein e.V. (Fatih Mutlu), Islamische Religionsgemeinschaft DITIB Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. (Sedat Şimşek) und Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (Murat Pırıldağ) den Landtagspräsidenten des Landes Schleswig-Holsteins Klaus Schlie in der Islamischen Gemeinde Lübeck e.V.

Der Gastgeber, Vorsitzender der Islamischen Gemeinde Lübeck Hacı Ömer Savaş begrüßte seine Gäste und stellte ihnen das denkmalgeschützte Zimmer der Altbauvilla im Zentrum Lübecks zur Verfügung.

Das ist bereits das zweite Treffen in dieser Form. Sowohl die Islamischen Landesverbände in Schleswig-Holstein als auch der Landtagspräsident haben sich bereits Mitte 2015 dafür entschieden mehr in den Dialog zu treten, um mit der muslimischen Community eine bessere politische Kommunikationsstruktur zu schaffen und die Idee eines Vertrages zwischen dem Land Schleswig-Holstein und den muslimischen Gemeinden in Schleswig-Holstein voranzutreiben. „Ein Staatsvertrag ist ungeheuer wichtig“, so der Landtagspräsident Schlie. Weiter sagte er: „Neben einer rechtlichen Anerkennung- die sowohl Rechte und Pflichten für die Muslime mit sich bringt - wird auch eine Bereitschaft eingefordert, notwendiges gemeinsam zu organisieren und sich den Problemen in der Gesellschaft zu stellen, um diese gemeinsam auf Grundlage unserer Werte- und Rechtsordnung zu lösen.“

 

(Von links: Sedat Şimşek, Sylvio Arnoldi, Murat Pırıldağ, Klaus Schlie, Fatih Mutlu, Hacı Ömer Savaş, İbrahim Yazıcı)

Weitere Themen die an diesem Abend besprochen worden sind: Die Stärkung derZusammenarbeitzwischen Städten, Kreisen und den muslimischen Organisationen vor Ort , denen ein Treffen mit den Kreis- und Stadtpräsidenten folgen soll. Die Flüchtlinge in Schleswig-Holstein, denen neben der Willkommenskultur auch eine Willkommensstruktur unter Einbeziehung der muslimischen Gemeinden geboten werden muss. Die mediale Präsenz der Muslime in Schleswig-Holstein, welche ausgebaut werden sollte. Das letzte Thema war der Gottesbezug in der Präambel der Landesverfassung von Schleswig-Holstein, mit dem sich die Abgeordneten nochmals befassen müssen, nachdem die Bürgerinitiative ein voller Erfolg gewesen ist.

Fatih Mutlu, Vorsitzender der SCHURA S.-H. forderte mehr politischen und gesellschaftlichen Dialog, der von der Politik aus gefördert und gefordert werden müsse: „Es gibt zahlreiche Missstände über das Wissen von Islam und Muslime, nicht nur bei einfachen Bürgerinnen und Bürgern sondern auch bei Politikerinnen und Politiker, diese müssen wir aufarbeiten und das geht nur durch Dialog, der Vorurteile abbaut und Vertrauen schafft.“

Die Gesprächsrunde hat sich darauf geeinigt, den Dialog in dieser Form weiter zu führen. Die Islamischen Religionsgemeinschaften befürworten das Interesse des Landtagspräsidenten ein Ohr für die muslimischen Gemeinden zu haben und wünschten sich mehr solch' engagierte Politiker in Schleswig-Holstein.

(Foto:slm)

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