Das türkische Volk hat sich für die Demokratie entschieden

"Mit Entsetzen haben wir die Geschehnisse in der Türkei verfolgt. Nicht nur die türkischstämmigen Moscheegemeinden haben Ihre Sorgen mit uns geteilt und sich zur Solidarität mit dem türkischen Volke bekannt", so Fatih Mutlu Vorsitzender der SCHURA Schleswig-Holstein.

In der Nacht von Freitag auf Samstag haben Putschisten des türkischen Militärs versucht in Istanbul und Ankara strategische Orte einzunehmen und mit Panzern abzusperren. Außerdem wurden mit Militärhelikopter Gebäude der Regierung und das Hotel, wo der Präsident des Landes Urlaub machte beschossen. Es sind 265 Menschen gestorben mehr als 1500 wurden verwundet. Die Polizei hat bereits mehrere Festnahmen durchgeführt und versucht die Strippenzieher zu überführen. Das ganze Wochenende gab es Unruhen in den zwei türkischen Städten. Die Bürger patrolieren auch am Montag immer noch an Regierungsgebäuden.

"Den Angehörigen der Verstorbenen sprechen wir unser Mitleid aus und den Verwundeten wünschen wir baldige Genesung", sind die Beileidwünsche des Vorsitzenden an die Betroffenen. Zur jetzigen Lage sagte Herr Mutlu: "Wie unsere Bundeskanzlarin Frau Merkel bereits sagte, glaube ich daran, dass das demokratische Prinzip sich in der Türkei nun beweisen kann und die Putschisten, sowie ihre Strippenzieher vor ein rechtstaatliches Gericht verklagt werden ."

Vorwürfe, die Regierung hätte diese Ereignisse inzeniert und bezeichnet diese als sehr gewagt. Die Ereignisse hätten gezeigt, dass die Türken kein Militärstaat wollen. "Das türkische Volk ist auf die Straßen gegangen und hat sich gegen das Militär gestellt", so der Vorsitzende weiter. Das sei bisher ein Novum und hätte den Putschisten gezeigt, das die Bevölkerung sich nicht einschüchtern lasst. Der Putschversuch wurde durch die Zivilgesellschafft im Keime erstickt. "Die Putschisten und anderen Gegner der Regierung wurden vom Volke überrascht. Die Stimme des Volkes muss akzeptiert werden und politischen Gegner müssen sich an die Spielregeln halten", so Mutlu abschließend.

In vielen Moscheen wurden Todesgebete zu Ehren der Verstorbenen verrichtet. Zahlreiche Türkeianhänger haben sich in der Nacht und an den darauffolgenden Tagen in ganz Europa zu Kundgebungen getroffen und ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht. Alle türkischen Konsulate wurden von türkischen Bürgern aufgesucht. Die meisten türkischstämmigen Menschen in Deutschland und Europa sind von diesem Putschversuch betroffen.

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