Wahlaufruf der Religonsgemeinschaften in Schleswig-Holstein

LEITWORT ZUR LANDTAGSWAHL AM 7. MAI

Religionsgemeinschaften in Schleswig-Holstein rufen zur Wahlbeteiligung auf

  • leitwort

28.04.2017 | Schleswig-Holstein.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), das Erzbistum Hamburg, der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein K.d.ö.R. sowie die SCHURA-Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein e.V. rufen gemeinsam zur Beteiligung an der bevorstehenden Landtagswahl am 7. Mai in Schleswig-Holstein auf.

„In Verantwortung für unsere Gesellschaft“ heißt ein Leitwort zur Wahl, das heute (28. April) veröffentlicht worden ist.

Darin fordern Bischof Gothart Magaard, Erzbischof Stefan Heße, Walter Blender und Fatih Mutlu die Menschen zudem auf, die Parteiprogramme zu lesen, zu prüfen und zu hinterfragen. Außerdem ermutigen sie, sich in den politischen Diskurs einzubringen: „Diskutieren Sie mit und streiten Sie mit. Das macht Demokratie aus.“

Das Zusammenleben in Schleswig-Holstein basiere auf den demokratischen Traditionen, die sich nach dem Ende des Nationalsozialismus seit 1945 gebildet und weiterentwickelt haben. Die Unterzeichner fordern die Wählerinnen und Wähler auf, diese Werte zu achten und die Programme der Parteien darauf zu prüfen.

Von besonderer Bedeutung seien in diesem Zusammenhang die Achtung der Menschenwürde, die Gestaltung einer pluralistischen Gesellschaft sowie die Sicherung eines gerechten Friedens in einem geeinten Europa. „Die Unterstützung und die Stärkung dieser Formen demokratischer Lebenskultur, die ihren Ausdruck im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und in der Landesverfassung Schleswig-Holsteins finden, sehen wir als unterzeichnende Religionsgemeinschaften als einen wichtigen Aspekt unseres Wirkens an.“

Das Leitwort im Wortlaut:

„In Verantwortung für unsere Gesellschaft“


Leitwort der Religionsgemeinschaften zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 7. Mai 2017

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Heute ist die Miradsch-Nacht

Die Nacht vom 23.04. zum 24.04. 2017, im islamischen Mondkalender die Nacht vom 26. Zum 27 Radschab begehen die Muslime die Miradsch-Nacht. Sie steht für die Himmelsfahrt des Propheten.

Von Abdullah ibn Umar (r.a.) überlieferte uns folgende Hadith: „Als der Gesandte Allahs in der Nacht (Mirâdsch) fort gebracht wurde, wurden ihm diese drei Dinge mitgegeben: Das fünfmalige tägliche Pflichtgebet. Der letzte Teil der Sure Bakara. Die frohe Kunde, dass allen aus dieser Umma, die keinen Schirk begangen haben, ihre Sünden vergeben werden.“ Die Miradsch-Nacht gibt uns Trost und ermöglicht eine Erleichterung für alle Muslime, die in Schwierigkeiten und Not sind.

Das Gebet gilt als ein Geschenk, welches in dieser wichtigen Nacht jedem Muslim als Pflicht auferlegt worden ist. Das Gebet ermöglicht uns, jeden Tag mit unserem Schöpfer zu sprechen und uns Ihm anzuvertrauen. Für uns Muslime ist es daher höchste Priorität, das Gebet regelmäßig zu verrichten. In der Sura Ankabut, Aya 45 heißt es im edlen Koran: „Das Gebet bewahrt vor Schandbarem und Verbotenem. Doch das (ständige) Gedenken an Allah ist fürwahr das Größte. Und Allah weiß, was ihr tut.

Muslime versuchen in der heutige Nacht die Miradsch-Nacht besser zu verstehen, sie im Inneren zu spüren und mit Gebeten und Wohltaten Gott zu erreichen. Mögen die Gebete heute für ein besseres Miteinander aller Völker, ganz gleich welchem Glauben man angehört, zur Befreiung vor Unterdrückungen und Ungerechtigkeiten gewidmet sein. Möge diese gesegnete Nacht den Glauben stärken und wir noch weitere solcher gesegneten Nächte in Frieden und Glück erreichen.

Die Muslime verbringen diese Nacht mit Gebeten und im Gedenken an Gott und den Propheten. Moscheen werden besucht und es werden gemeinsam Gottesdienste durchgeführt.

In diesem Sinne möchten wir allen Muslimen zur Mirâdsch-Nacht gratulieren. Möge sie uns nur Gutes bringen.

Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein e.V.

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