Glückwünsche zum Eid al-Adha / Opferfest

„Wir freuen uns wieder einmal das Eid al-Adha /Opferfest begehen zu dürfen. Das Opfern ist ein Gottesdienst, um Gott näher zu kommen und sein Wohlwollen zu gewinnen. Für uns Muslime ist es sowohl ein Gottesdienst als auch Anlass für das Gute und das Miteinander“, so Fatih Mutlu, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein anlässlich des am 04.10.2014 beginnenden Opferfestes.

Herr Mutlu erklärt weiter: „Das Opfern ist für uns Muslime Ausdruck unserer Dankbarkeit, unserer Hinwendung und Ergebenheit zu unserem Erschaffer. Indem wir Fleisch an Bedürftige spenden, teilen wir unsere Freude und unser Glück mit anderen. Während den vier Tagen des Opferfestes wird Gottes Gruß verbreitet und die Muslime erinnern sich an die Aufopferungsbereitschaft des Propheten Ibrahim mit seiner Liebe zu Gott. An solchen Feiertagen erleben wir in der Gemeinschaft diese Liebe und die Einheit Gottes. Eben dieses Bekenntnis zu Gott ist es was Juden, Christen und Muslime gemeinsam haben, der Glaube an den einen und einzigen Gott. So lassen sie uns auf unsere Gemeinsamkeiten besinnen und uns gemeinsam für ein besseres Zusammenleben in Schleswig-Holstein einsetzen. Wir freuen uns außerordentlich unseren diesjährigen Festempfang im Landtag unseres Landes Schleswig-Holstein geben zu können.

Im Namen der SCHURA Schleswig-Holstein wünschen wir allen Muslimen in Schleswig-Holstein, Deutschland und der ganzen Welt ein gesegnetes Fest. Möge das Opferfest der muslimischen Gemeinschaft und der gesamten Welt Frieden und Wohlergehen, Segen und Zufriedenheit bringen.“

Muslime begrüßen Reform des Religionsunterrichts

Die SCHURA Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein begrüßt die Absicht der neuen Landesregierung Schleswig-Holsteins, den bisherigen konfessions-gebundenen Religionsunterricht in einen religionsgemeinschaftsübergreifenden Unterricht umzuwandeln. „Ein Religionsunterricht für alle wäre die richtige Antwort auf die Herausforderung einer auch in Schleswig-Holstein religiös immer vielfältiger werdenden Schule“ meint SCHURA-Vorsitzender Fatih Mutlu. Der bisherige, allein von den beiden christlichen Kirchen verantwortete Religionsunterricht, könne dem immer weniger gerecht werden. Gerade die zunehmende Zahl muslimischer Schüler verlange eine Einbindung des Islams wie die Erteilung des Unterrichts auch durch sich dem Islam bekenennder muslimischer Religionslehrer.

Eine solche Reform des Religionsunterrichts ist Teil des Koalitionsvertrages von SPD, Grünen und SSW. Die Landesregierung will dies in Kooperation mit den Religions-gemeinschaften gestalten und sich dabei am „Hamburger Modell“ orientieren. Dies wird von SCHURA Schleswig-Holstein ausdrücklich begrüßt. Neben den beiden Kirchen stehe man als islamischer Kooperationspartner zur Verfügung. SCHURA Schleswig-Holstein beschäftigt sich schon seit längerem mit der Konzeption eines Religionsunterrichts für Muslime und hält auch engen Kontakt zum Zentrum für Islamstudien an der Universität Osnabrück, einer der bundesweiten Ausbildungsstätten für islamische Religionslehrer.

Mutlu weist zudem auf die aktuelle Weiterentwicklung des „Hamburger Modells“ hin: In der Hansestadt gibt es schon seit mehr als einem Jahrzehnt einen konfessionsübergreifenden Religionsunterricht für alle in evangelischer Verantwortung, der nun zu einem gleichberechtigt von den evangelischen, islamischen und alevitischen Religionsgemeinschaften erteilten Unterricht weiterentwickelt werden soll. Dies wurde im April von der Hamburger Schulbehörde u.a. mit der Nordkirche, SCHURA Hamburg und der Alevitischen Gemeinde vereinbart. Ferner ist diese Vereinbarung Teil eines künftigen Staatsvertrages, dessen Abschluss der Hamburg Senat mit SCHURA Hamburg als islamischer Religionsgemeinschaft anstrebt.

Hier ist die neue Landesregierung aufgefordert die muslimischen Schleswig-Holsteiner an der Umsetzung der Lehrpläne mit einzubinden und den muslimischen Gemeinden ein Mitspracherecht zu gewähren.

„Hamburg weist hier den richtigen Weg. Wenn die neue Landesregierung solches auch für Schleswig-Holstein anstrebt, wird dies unsere volle Unterstützung haben“ so Fatih Mutlu.

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