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Fachtagung Religionsunterricht in Schleswig-Holstein

Zu einer ganztägigen Fachtagung zum Religionsunterricht hatte SCHURA Schleswig-Holstein in die Räume der Kieler Universität eingeladen. Neben Mitgliedern der islamischen Gemeinden nahmen auch zahlreiche Personen aus Kirche, Universität und Religionslehrerschaft teil.

Hintergrund ist im nördlichsten Bundesland zum Einen, dass die Landesregierung aus SPD, GRÜNEN und dem SSW, der Partei der dänischen Minderheit, im Koalitionsvertrag eine Reform des schulischen Religionsunterrichtes beschlossen hat. Auch hat die Landesregierung ihr Interesse bekundet, nach Hamburger und Bremer Vorbild einen Staatsvertrag mit islamischen Religionsgemeinschaften zu schließen. Somit stellt sich die Frage nach der Etablierung eines islamischen Religionsunterrichtes an öffentlichen Schulen einschließlich der universitären Ausbildung von muslimischen Religionslehrerinnen und –lehrern.

Dass solches von den Muslimen eingefordert wird, bekräftigte SCHURA-Vorsitzender Fatih Mutlu denn auch in seinem Einführungsvortrag: Auch in Schleswig-Holstein sei die Schule religiös plural geworden mit einem mehr oder weniger großen Anteil muslimischer Schüler. Hierauf müsse gerade der Religionsunterricht reagieren. Festhalten will SCHURA aber auf jeden Fall an Artikel 7 Abs. 3 Grundgesetz als Grundlage des Religionsunterrichtes, der diesen in die Verantwortung der Religionsgemeinschaften stellt.

Frau Prof. Uta Pohl-Patalong von der evangelischen Theologie der Universität Kiel stellte den dortigen Studiengang für evangelische Religionslehrer vor und erörterte, inwieweit sich daran eine neu einzurichtende islamische Theologie orientieren könne. Zwei schon bestehende Studiengänge für islamische Theologie beschrieben Prof. Katajun Amirpur von der Universität Hamburg und M.A. Esnaf Begic von der Universität Osnabrück: Beide Institute sehen sich der Etablierung eines zeitgemäßen wissenschaftlichen Islams in Deutschland verpflichtet.

Unabhängig von einem konkreten Modell wird man auf jeden Fall muslimische Religionslehrerinnen und –lehrer im Land universitär ausbilden müssen.

Empfang aus Anlass des Opferfestes der Muslime

Am 01.11.2012 empfing die SCHURA Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein anlässlich des
Opferfestes seine Mitgliedergemeinden, sowie Politiker, Theologen und Menschen aus Gesellschaft und Kultur aus ganz Schleswig-Holstein.

Anlässlich dieses Festes haben der Vorsitzende Fatih Mutlu und der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein Andreas Breitner ein paar Grussworte an die
eingeladenen Gäste gesprochen. Anschliessend gab es von Dr. Lotfi Toumi ein kurzer Vortrag zum Opferfest und der Vizepräsident des Kirchenamtes in Kiel überbrachte Grüße
der Nordkirche. Abgerundet wurde die Veranstaltung von einer musikalischen Einlage Ney (persische Querflöte) und einem Büffet von orientalischen Köstlichkeiten.

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